Mülltrennung in Schweden: So wird’s gemacht

In vielen Bereichen des alltäglichen Lebens gilt Schweden als Vorreiter besonders bei einem Thema: Mülltrennung! Wer glaubt, dass die Deutschen Weltmeister im Recycling seien, wird bei den Schweden eines Besseren belehrt. Denn seit 2014 wandelt das Land 99 Prozent seines Abfalls in Energie um.

Die Schweden machen’s vor: Etwa die Hälfte ihres produzierten Abfalls wird verbrannt – das sind immerhin rund zwei Millionen Tonnen Müll. Der Rest wird vorschriftsmäßig recycelt. Damit dieses System auch funktioniert, heißt es für die Privathaushalte: Mülltrennung! Und in der Regel hält man sich auch daran – kein Wunder, denn das dafür entwickelte Waste-to- Energy-Konzept geht den Schweden in Fleisch und Blut über. Dafür sorgen zum Beispiel die Kommunen, die sogar Ratgeber – hergestellt aus recyceltem Papier – mit hilfreichen Tipps zur richtigen Mülltrennung, Abfallminimierung und Wiederverwendung herausbringen. Was steht in diesen Ratgebern? Wie trennst du den Müll für dein Ferienhaus in Schweden richtig? Die wichtigsten Informationen für dich zusammengefasst:

Wie entsorgst du Glas, Konserven, Papier- und Plastikmüll?

In den Kommunen und Städten stehen Container zur Müllentsorgung bereit. Wo genau diese aufgestellt sind, findest du in der Regel auf der Website deiner Kommune heraus. In den Städten befinden sich die Müllsammelstellen oft im Hinterhof oder direkt vor den Wohnhäusern. Damit der Abfall im richtigen Container landet, sind diese in der Regel beschriftet. Diese Begriffe solltest du kennen:

  • Matavfall: Essensabfälle
  • Förpackningar: Verpackungen
  • Tidningar: Zeitungen
  • Restavfall: Restmüll
  • Glas: Glas

Essensabfälle werden getrennt gesammelt. Die Kommunen stellen dafür in der Regel Papierbeutel (kompostpåse) zur Verfügung, um Gerüche zu vermeiden. Diese gehören dann in die braune Tonne für kompostierbare Abfälle oder in einen Container mit der Aufschrift „Matavfall“. Scherben bringen Glück: Altglas entsorgst du in den Glascontainern an der Müllsammelstation. Weißglas, Braunglas und Grünglas sowie Deckel werden getrennt. In die Papiercontainer wirfst du Zeitungen, Magazine, Broschüren und Schreibpapier. Auch Plastikverpackungen und Restmüll werden getrennt und in den Sammelbehältern entsorgt. Pfand: zurück zum Supermarkt Wusstest du, dass Schweden das älteste Pfandsystem der Welt hat? Auch hier gilt: Pfandflaschen und -dosen bringst du zurück in die Geschäfte. Beispiel: Für Getränkedosen und PET-Flaschen bis zu 1 Liter beträgt der Pfand 1,00 schwedische Kronen.

Wohin mit elektronischen Geräten und Sperrmüll?

Elektronische Geräte werden zerlegt, sortiert und als Sondermüll entsorgt. Gleiches gilt für Abfälle aus dem Garten, sperrige Möbel und Baumaterialien. Bring diesen Müll am besten zu den dafür vorgesehenen Recyclinghöfen (återvinningscentraler). Auch darin sind die Schweden Weltmeister: Sie recyceln weltweit den meisten Elektroschrott pro Kopf.

Wie hoch sind die Müllgebühren?

Die Höhe der Müllgebühren für dein Ferienhaus in Schweden unterscheidet sich von Kommune zu Kommune. In der Regel wird der Müll in Schweden alle zwei Wochen abgeholt. Je nach Größe und Müllvolumen deiner Tonne fallen Müllgebühren ab 2.000 schwedische Kronen pro Jahr an. Wenn du dich für eine Sommerabholung entscheidest, sparst du bares Geld: Denn dann kommt die Müllabfuhr nicht das ganze Jahr vorbei, sondern nur vom 01.05. bis zum 30.09. Die Gebühren liegen dann bei etwa 1.000 schwedische Kronen im Jahr.

Mehr Informationen und Tipps zur richtigen Mülltrennung findest du unter https://www.sopor.nu

Das könnte Dich auch interessieren