Mücken in Schweden: Was tun, wenn’s summt?

Schweden ist nicht nur für seine roten Häuser, seine tausend Seen und seine einzigartige Natur bekannt. Vor allem im Sommer ist das Land der Elche und Rentiere auch ein zu Hause für kleine summende Tierchen: Stechmücken. Dass Mücken eine wichtige Nahrungsquelle für Kaulquappen, Fische, Vögel und Fledermäuse sind, vergessen wir schnell, wenn’s in der Nacht mal wieder summt. Dabei sollen Mücken sogar auch mächtige Naturschützer sein! Denn in einigen Ländern helfen sie bei der Bestäubung bestimmter Pflanzenarten. Diese Pflanzen wiederum haben Blätter, die kleine Wasserpfützen ansammeln und eigene Mini-Ökosysteme mit Fröschen, Molchen und Kröten beherbergen. Aber Fakt ist auch: Mücken können ganz schön nerven! Mit einfachen Tipps und Tricks kannst du deinen nächsten Urlaub im Schwedenhaus voll und ganz genießen – trotz kleiner Plagegeister. 

Gibt es viele Mücken in Schweden?

Ja und nein. Die Dichte und Anzahl der Mücken hängen sehr stark von der Jahreszeit, der Region und dem Niederschlag während der Brutzeit im Frühjahr und Frühsommer ab. Mücken erscheinen in der Regel Mitte Juni und verschwinden gegen Ende September wieder, wobei die Zahlen zu Beginn und Ende der Saison am niedrigsten sind. Obwohl die kleinen Plagegeister überall in Schweden summen, sind die Zahlen im Norden des Landes am höchsten. In Küstengebieten sowie im Stockholmer und Göteborger Schärengarten kommen sie normalerweise weniger vor als auf dem Festland. Die Küstennähe und das Salzwasser sind keine idealen Bedingungen für die kleinen Moskitos. 

Stechen schwedische Mücken?

Ja, das tun sie. In Schweden gibt es 47 Arten von Mücken, von denen 45 Arten stechen. Aber auch nur die weiblichen Mücken, da sie die Proteine im Blut benötigen, um sich zu vermehren. Einer der größten Mythen ist übrigens, dass Mücken von Licht angezogen werden. Das ist falsch, denn ist erster Linie werden sie von CO2, also unserer ausgestoßenen Luft, angezogen. Auch Schweiß und Milchsäurebakterien auf der Haut finden Mücken äußert reizvoll. 

Wie kann ich es vermeiden, gestochen zu werden?

Im Allgemeinen sind Mücken in Schweden vor allem in der Dämmerung ein besonderes Problem, und zwar mehr im Norden des Landes als anderswo. Für deine Kleidung gilt: Je besser du deinen Körper schützt, desto weniger Angriffsfläche steht den Mücken zur Verfügung. Trage am besten langärmelige Hemden und lange Hosen. Auch ein Fleece-Pullover eignet sich zum Schutz. Hauptsache ist, dass der Stoff deiner Kleidung dick genug ist, damit die Moskitos nicht mit ihrem Rüssel durch den Stoff stechen können. Um Kopf und Hals zu schützen, empfiehlt sich möglicherweise ein Hut mit integriertem Moskitonetz. 

Welches Mückenschutzmittel soll ich verwenden?

Am besten hast du immer ein effektives Mückenspray dabei. Solltest deine Reiseapotheke im Ferienhaus kein Mückenschutzmittel beinhalten, suchst du einfach die nächste Apotheke auf. „Mygga“ ist das im Schweden am meisten gekaufte Produkt gegen Mücken und ist als Roll-On, Stick und Spray erhältlich. Wie du die leere Verpackung des Mückenschutzmittels richtig entsorgst, erfährst du hier.

5 weitere Tipps gegen Mücken in Schweden

  • Morgenstund‘ hat Gold im Mund. Da Mücken weder Wind noch Sonne mögen, solltest du das Tageslicht nutzen, denn da sind die ausschwärmenden Mücken noch gering. Wald- und Sumpfgebiete am besten nur in den wirklich frühen Morgenstunden aufsuchen. 
  • Mücken mögen keinen Rauch. Mach ein kleines Lagerfeuer oder zünde Räucherstäbchen an.
  • Alkoholrausch zieht Mücken an. Denn durch Alkohol stößt der Körper Kohlenmonoxid aus – und das lockt die kleinen summenden Tiere noch mehr an. 
  • Vampire und Mücken haben eine Sache gemein: Sie mögen kein Knoblauch. Würze dein Essen also großzügig. 
  • Einfach, aber effektiv: Moskitonetze anbringen und Fenster geschlossen halten!

Auch unsere Vierbeiner bleiben nicht von den Mücken verschont. Trotzdem fühlen sich Hunde in Schweden pudelwohl. Wie der Urlaub mit Hund in Schweden gelingt, erfährst du hier.