Der König des Waldes: Was du schon immer über Elche in Schweden wissen wolltest

Braunes Fell, auffälliges Geweih, lange Nase, Stummelschwänzchen: Na klar, das kann doch nur ein Elch sein. Der Elch ist das größte Tier in der schwedischen Wildnis – nicht umsonst wird er gerne als der König des Waldes bezeichnet. In Schweden leben etwa 300.000 Elche. Doch wo halten sie sich am liebsten auf, zu welcher Zeit kannst du sie beobachten und was fressen Elche eigentlich? 

Foto: Shivam Kumar

Der Lebensraum der Elche

Elche leben in Blätter- und Nadelwäldern. Gerne halten sie sich auch an Flussbetten auf, fühlen sich im Sumpfland wohl oder ziehen sich ins Dickicht zurück. Anders als Rehe und Hirsche, weiden Elche seltener auf offenen Feldern.

In manchen Regionen Schwedens leben mehr Elche als in anderen. Die meisten Elche sind in Mittelschweden zu finden – zum Beispiel in der Provinz Värmland, die im Westen an Norwegen und im Süden an Schwedens größten See Vänern grenzt. Mit etwas Glück kannst du in Värmland sogar einen der seltenen weißen Elche sehen, die dort durch die Wälder streifen. 

Elche halten sich auch gerne in sogenannten „Energiewäldern“ (energiskog) auf. Energiewälder sind keine natürlichen Wälder: Die Bäume werden in einem zweireihigen System gepflanzt und alle drei bis zehn Jahre gefällt – mit dem Ziel, innerhalb kurzer Zeit nachwachsende Rohstoffe zur Energieerzeugung zu produzieren. In den Baumreihen finden die Elche Schutz und verköstigen die jungen Zweige und Blätter, die ihnen besonders gut schmecken. 

Wann ist die beste Zeit, einen Elch zu sehen?

Der König des Waldes ist ein scheues Tier, doch im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung sind deine Chancen recht groß, einen Elch zu sehen. Denn im Schutz der Dunkelheit ist der Elch am aktivsten. Tagsüber hält er sich tief in den Wäldern auf, um auf Nahrungssuche zu gehen – und um sich nicht nur vor den Menschen, sondern auch vor den vielen Mücken zu verstecken. 

Je aktiver Elche sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie aus ihren Verstecken kommen und Felder oder Straßen überqueren. Morgens und abends solltest du beim Autofahren also besonders aufmerksam sein und vorsichtig fahren. Wildunfälle sind leider keine Seltenheit im hohen Norden. Pro Jahr geschehen etwa 4.000 Zusammenstöße mit den 500 Kilo schweren Tieren. In manchen Regionen versucht man inzwischen, die Elche mit Zäunen von den Straßen fernzuhalten.

Was fressen Elche am liebsten?

Elche sind Pflanzenfresser: Im Frühling und Sommer essen sie gerne Moos, Gras, Rinde und Wasserpflanzen. Am liebsten verköstigen sie junge Blätter und Zweige. Im Herbst essen sie gerne Beeren und Laub, im Winter beschränkt sich ihre Nahrung oft auf Tannenzapfen. 

Bäume mit einer Höhe von etwa 1 bis 4 Meter sind leicht für die Tiere zu erreichen – und daher wahre Elch-Magneten.

7 fun facts über Elche in Schweden

  • Elche sind gute Schwimmer.
  • Nach der Nahrungsaufnahme ziehen sich die Elche an ein ruhiges Plätzchen zurück. Dann kann es schon mal vorkommen, dass sie lautstark rülpsen.
  • Erwachsene Elche fressen bis zu 10 Kilo am Tag. Sie haben keine Vorderzähne.
  • Elche können schneller rennen als du: Sie laufen bis zu 60 km/h. Wenn sie traben, erreichen Sie eine Geschwindigkeit von 30 km/h.
  • Elche sind farbenblind.
  • Elche können bis zu 25 Jahre alt werden.
  • Schweden hat den größten Elchbestand – weltweit!

100 % Elchgarantie: Einen Elchpark besuchen

Wenn du die majestätischen Tiere gerne hautnah erleben und füttern möchtest, ist ein Besuch im Elchpark zu empfehlen. Da die dortigen Elche in der Regel in den Parks aufwachsen, wirst du erstaunt sein, wie zahm und menschennah sie sich geben. Einen Elch aus nächster Nähe zu betrachten, ist eine Seltenheit, die in freier Wildnis kaum möglich ist. Manche Parks bieten Elchsafaris an, auf denen du auch lernen kannst, wie man Elchspuren liest oder die riesigen Tiere anlockt. Zu den beliebtesten Elchparks in Schweden zählen zum Beispiel:

Kennst du übrigens schon die schönsten Ausflugsziele in Südschweden?

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